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Die Fahrtroute

Es geht über etwas kleinere Straßen fast genau in Richtung Süden. Größere oder bekannte Orte werden nicht passiert.

190 km

Posen

(polnisch Poznań), ist eine der bedeutendsten Städte Polens und über 1.000 Jahre alt.

Posen hat ca. 550.000 Einwohner und ist die historische Hauptstadt von Großpolen und ein kultureller Mittelpunkt des Landes mit einer reichhaltigen und wechselvollen Geschichte. Posen ist auch Universitätsstadt und eine bedeutende Industriestadt (VW-Werk, 7.000 Mitarbeiter).

Posen unter deutscher Besatzung (1939–1945) ist ein recht unrühmlicher Zeitraum der Geschichte und endete mit weitgehenden Zerstörungen der Stadt. Aber diese bleiben dem heutigen Besucher weitgehend verborgen, insbesondere das im Krieg bis auf die Grundmauern zerstörte Rathaus und der historische Marktplatz stellen heute eine bedeutende Touristenattraktion dar.

Posener Bamberger

Im 18. Jahrhundert nach Kriegsverwüstungen ins Land geholte Siedler aus der Umgebung von Bamberg, die sich zu loyalen polnischen Staatsbürgern entwickelten.

Sie widersetzten sich unter der Naziherrschaft, die deutsche Volksliste zu unterzeichnen. Nach 1945 wurden sie nicht aus Polen vertrieben.

Camping Malta****

Der Campingplatz gehört zu einem Hotelkomplex. Er ist noch innerhalb der Stadt an einem See gelegen.

Campingreise Polen 2015

6. Tag, Mo., 29. Juni: Chojnice Poznań

Während die Busreisenden des Städtepartnerschaftsvereins die Heimreise antreten mussten, sputeten sich die Campingreisenden am Montag morgen, um rechtzeitig nach Posen zu kommen. Alle trafen um die Mittagszeit auf dem Campingplatz, direkt an einem See gelegen, an dem auch internationale Canuregatten stattfinden, ein.

Hier war kein extra Platz reserviert worden. Wir bekamen einen Lageplan, in dem Felder für die einzelnen Wohnmobile nummeriert waren. Erschwerend kam hinzu, dass der Platz mit einer Schranke versehen war, und die Teilnehmer normalerweise nicht wissen konnten, wohin sie müssen, wenn nicht Bernd Lohmann sich als kompetenter Platzeinweiser betätigt hätte. Mit dem Fahrrad „raste“ er förmlich hin und her und wies die Plätze zu. Bei inzwischen 16 Wohnmobilen gar nicht so einfach.

Kaum dass alle ihren Platz hatten, Johannes sein Fahrrad geflickt hatte, traf auch schon pünktlich der Stadtführer ein, der im Vorfeld gebucht worden war. Mit dem Fahrrad holte er die große Gruppe ab und schon ging es – wie immer Aufsehen erregend – los.

Viele Stationen halt machte der Führer an dem schönen Radweg am See und klärte die Gruppe über Besonderheiten auf. Der Name „Malta“ für den See und die Gegend kommt von einer alten Niederlassung des Malteserordens, der auch auf unserer Besichtigungsroute stand.

Durch die vielbefahrene Stadt, bei zahlreichen Ampeln mussten viele Straßen überquert werden, bis wir endlich den Dom erreichten. Der Dom liegt außerhalb der Altstadt auf einer Insel der Warthe. Hier ist das historische Zentrum, die erste Nennung Posens fällt mit der Erwähnung der Stadt als erstem polnischen Bischofssitz im Jahre 968 zusammen.Heute, am Tag von Peter und Paul musste kein Eintritt für die Grabkammern bezahlt werden – angeblich muß der, der Paul heißt, auch nirgends heute bezahlen. Einen Paul hatten wir, er hat es versucht … aber er bekam seinen Kuchen und Kaffee nicht umsonst.

Der Stadtführer war darauf bedacht, dass die Fahrräder während seiner Führung im Dom gut beaufsichtigt wurden, was Bernd erledigte (er kannte den Dom schon). Denn, Posen ist etwa so wie Münster, eine Hochburg der Fahradfahrer und dann aber auch des Fahrradklaus.

Weiter ging es wieder Richtung Altstadt, vielbefahrene Straßen mussten überquert werden. Das war schon eine Herausforderung für unsere große Fahrradgruppe, nicht immer kamen alle in einer Grünphase über die Straße.Schließlich gelangten wir zu dem wunderschönen alten Marktplatz mit seinen vielen Renaissance Häusern mit ihren Bogengängen und dem alter Rathaus im der Mitte.

Der nächste Halt war beim Bamberger Denkmal (siehe hierzu auch den Kasten rechts mit weiter führendem Link).

Endstation der Stadtführung war die beindruckende barocke Jesuiten-Kirche, wo wieder Bernd die Fahrradaufsicht führte. Das Jesuitenkolleg Posen existierte von 1571 bis 1773 und ist praktisch die erste Universität der Stadt Posen.

Einige Teilnehmer schafften es auch noch bis zum Residenzschloß Posens, heute polnisch als Kaiserschloss (Zamek Cesarski w Poznaniu) bezeichnet. Das wurde als einer der letzten großen Schloßbauten Europas im Auftrag des deutschen Kaisers Wilhelm II. in den Jahren von 1905 bis 1913 im neoromanischen Stil erbaut. Während der deutschen Besetzung Polens betrieben die Nationalsozialisten nach 1940 den Ausbau des Posener Schlosses zu einer „Führerresidenz“.

Nach der Stadtführung ließ es sich in der schönen Altstadt gut aushalten, einige machten Rundgänge, die meisten ließen sich von der Sonne bescheinen und genossen Eis, Kuchen und Getränke.